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Digitalisierung: Oh Geschäft, wann bist du weg?

20. September 2017 - Artikel
Digitalisierung: Oh Geschäft, wann bist du weg?

Da ist er wieder, ein weiterer Hinweis darauf, wie die Digitalisierung die Welt verändert und auch in Zukunft grundlegend umkrempeln wird. Die Spielzeugkette Toys“R“us hat Insolvenz angemeldet – alles nur eine Frage der Zeit? Der stationäre Handel befindet sich schon lange in einem Teufelsrad, aus dem er nur schwer beziehungsweise gar nicht mehr herauskommen kann. Online Geschäfte wie Amazon machen es den einzelnen Ladenlokalen nicht gerade einfach und ziehen immer mehr Kunden vom „klassischen Shopping“ ab. Sieht so die Zukunft aus?

Digitalisierung - Wird es noch normale Geschäfte in Zukunft geben?

Digitalisierung – Wird es noch normale Geschäfte in Zukunft geben?

Auf Wiedersehen Supermarkt

Wenn man den stationären Handel mit Onlineanbietern vergleicht, fallen einem schnell die unzähligen Vorteile auf: Mehr Auswahl, schneller Versand und vor allem der beste Preis. Durch perfekt optimierte Logistik kann zum Beispiel Amazon eine Menge Geld für Lagerflächen und Mitarbeiter sparen. Etwas, wofür normale Ladenlokale wesentlich mehr Geld ausgeben und demnach die Preise erhöhen müssen. Vor Ort existieren noch andere Vorzüge für den Kunden, wie zum Beispiel dem Anprobieren von Klamotten in Kleidungsgeschäften. Diese werden meiner Meinung nach in Zukunft durch Virtual Reality Anwendungen abgelöst und bieten dann online das gleiche Shoppingerlebnis. Über eine kleine Anwendung auf der Website kann man sich die Klamotten virtuell anziehen und dann nach Hause bestellen.

Durch Modelle wie Amazon Fresh, mit dem man sich Lebensmittel einfach online nach Hause bestellen kann, nimmt die ganze Perversion der Digitalisierung noch einmal mehr Fahrt auf. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich stehe dieser gesamten Entwicklung definitiv positiv gegenüber und warte gespannt auf die nächsten Aspekte dieses Wandels. Jedoch wird die Digitalisierung in ein paar Jahren alles so grundlegend verändert haben, dass wir selbst darüber lachen werden, mal die Zeit gehabt zu haben noch in einen Supermarkt gegangen zu sein.

Eine Frage, die sich mir bei all diesen Gedankengängen stellt, ist, was zum Teufel wir mit all den freien Flächen machen, die durch die Vernichtung der Ladenlokale entstehen. Natürlich brauchen wir dann in Zukunft eine größere Menge an Lagerhäusern, in denen wir die Produkte des Online Handels unterbringen können. Doch das wird meiner Meinung nach nicht einmal die Hälfte der Fläche füllen, die jetzt noch für Supermärkte oder Kleidungsgeschäfte verwendet werden. Vielleicht hilft uns die Digitalisierung bei der Populationsentwicklung der Menschheit, nach der die Menschheit bis ins Jahr 2100 um die 11 Milliarden Köpfe zählen soll. Irgendwo muss man die ja alle unter bringen. Leider verlieren durch die Digitalisierung auch jede Menge Menschen ihre Arbeitsplätze, die nun woanders ihr Brot verdienen müssen.

Flüchtlingspolitik

Ein großes Problem sehe ich in diesem Wandel definitiv auch in der Flüchtlingspolitik, die derzeit in Deutschland herrscht. Um es vornweg zu sagen, ich habe nichts gegen Flüchtlinge und begrüße jeden mit Freude, der hier Arbeit sucht und sich integrieren möchte. Doch leider hat der größte Anteil dieser Menschen keine gute Berufsausbildung genossen und kann in Deutschland nur „0815-Jobs“ ausführen. Regale im Supermarkt einräumen, die Kunden an der Kasse bedienen oder den Ladenboden wischen. Wenn jetzt die Digitalisierung einschlägt und die Ladengeschäfte nicht mehr exisiteren, dann sage ich eine Arbeitslosenquote für Deutschland voraus, die wir uns noch nicht einmal vorstellen können. Dies hätte durchaus das Potential eine neue Wirtschaftskrise auszulösen.

Hoffen wir mal, dass die Politiker hier früh genug dran denken und intervenieren können. Vielleicht gelingt es ja auch Amazon genug Stellen zu schaffen, damit der größte Teil der Bevölkerung weiterhin eine Beschäftigung findet und die Arbeitslosenquote niedrig bleibt. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, auf die digitale Zukunft.

Siehe auch: Industrie 4.0, was die Technik in Zukunft alles kann

Weitere spannende Beiträge zur Digitalisierung auf mandola21.de

One thought on “Digitalisierung: Oh Geschäft, wann bist du weg?

Patrick

Wirklich guter Artikel!
Klar ist es schade, dass durch den Online Handel sehr viele Geschäfte kaputt gehen. Aber man muss halt mit der Zeit gehen siehe z.B. myToys. Die bieten einen guten Online Handel an und eine überschaubare Anzahl an Filialen. Mit der Arbeitslosenquote sehe ich auch etwas entspannter, durch den Online Handel gibt es halt andere Jobs, als in einem Supermarkt Regale auffüllen. Es wird mehr von großen Lagerhäusern geben, dort geht zwar viel mit Robotern, aber richtige Leute braucht man dennoch.
Nicht zu vergessen, dass diese Pakete ja auch irgendwie zum Kunden müssen.

Wer nicht mit der Zeit geht und sich frühzeitig anpasst, wird halt leider auf der Strecke bleiben.

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