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Assassin’s Creed 3 im Test

27. August 2017 - Games, Spieletests

Assassin’s Creed 3 ist schöner denn je, kommt jedoch auch mit ein paar komischen Fehlern. Was es damit auf sich hat und wie wir dieses Highlight von Ubisoft bewerten erfahrt ihr in diesem Test!

Ezio, Ezio, Ezio! Langsam kann man es nicht mehr hören. Zu oft wurde der alte Hauptcharakter Ezio Auditore da Firenze in den Assassin’s Creed Teilen verwendet. Es dürstet nach neuen Charakteren, Missionen und viel Abwechslung. Dieser Wunsch wurde nun definitv erfüllt. Im neuen Teil der Assassinen-Reihe kämpfen wir zunächst als Haytham Kenway für den Templerorden bis wir später zu seinem Sohn Ratonhnhaké:ton wechseln, einem Assassinen. Später nennen wir Ihn nur noch Connor.

Übergreifend, Überwältigend, Faszinierend

So wäre wahrscheinlich die Überschrift unseres Reviews, wenn wir nur die Geschichte hinter dem Spiel bewerten würden. Diese ist nämlich tatsächlich einfach nur einzigartig – Zumindest im Animus. Was Desmonds Rolle in diesem Teil angeht, ist sie an vielen Stellen verwirrend und total unlogisch. Eigentlich ist seine Aufgabe Energiequellen für einen Tempel zu sammeln, um das Werk der Götter zu vollenden. Dazwischen werden Desmond und seine Freunde natürlich wieder von Abstergo geplagt, die, wie sollte es auch anders sein, hinter dem Edenapfel her sind.

An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass im nächsten Absatz ein paar kleine Spoiler versteckt sind, bitte diesen beim Lesen überspringen, wenn ihr das Spiel lieber selbst komplett spielen wollt.

Also los: Bei allen Verfolgungsjagten und Kämpfen mit Abstergo tut sich Desmond schwer, er bekommt eins nach dem anderen drauf und schafft es letztlich aber immer sich durchzusetzen. Als bei der letzten Energiequelle sein Vater entführt wird ahnt er nicht, dass er in eine Falle gelockt wird. Er befreit wie immer seinen Vater und bekommt auch was er will doch setzt er den Edenapfel ein und tötet(!) alle Abstergo Wachen mit einem einzigen Wink. Wieso nicht gleich so? Wir sind ja schließlich nicht erst seit gestern im Besitz des Apfels! Man hätte direkt reingehen und alles platt machen können, was zwar an Spannung, dafür aber keine Logik gekostet hätte.

Im Animus suchen wir wieder ein Artefakt, besser gesagt einen Schlüssel, um ein riesiges Tor der Götter zu öffnen. Connor hat diesen Schlüssel, der eigentlich ein Amulett ist, immer bei sich gehabt. So gilt es nun den Ort des Schlüssels ausfindig zu machen und ihn später mit Desmond zu finden.

Atemberaubend

Das die Assassin’s Creed Reihe nie in der untersten Liga der graphisch anspruchsvollen Games gespielt hat, wissen wir. Doch Assassin’s Creed 3 ist noch besser, hochauflösende Texturen, eine geniale Atmosphäre des gesamten Spiels über, Musik die immer zur derzeitigen Situation passt und vieles mehr. Hier wurde sich echt Mühe gegeben.

Besonders die ganzen neuen Waffen und damit auch Möglichkeiten machen einen großen Spaß. Mit einem Wurfmesser am Seil können wir Feinde von ihren Pferden ziehen oder gleich ersticken lassen. Außerdem verfügt Connor über einen Bogen, Granaten, Giftpfeile, einem Tomahawk und viele weitere alt bekannte Waffen.

Da wir schon mal das Thema Pferde angeschnitten haben können wir es auch gleich beenden. Dies ist ein großer Schwachpunkt in Assassin’s Creed 3. Die Steuerung ist schwerfällig und stark gewöhnungsbedürftig und das Pferd eckt bei einem Ritt quer durch den Wald schon mal an Pflanzen an, die eigentlich den Weg nicht hätten versperren dürfen. So kommt es auch hin und wieder vor, dass wir zwischen Bäumen stecken bleiben, zwischen denen eigentlich genug Platz wäre.

Mehr Open-World

Ubisoft bewegt sich mit seinen Spielen immer mehr in Richtung Open-World Bereich, was natürlich viel Gutes mit sich bringt. In Assassin’s Creed 3 können wir eine ganze Siedlung verwalten und ausbauen. Durch verschiedene Nebenmissionen schalten wir neue Gebäude und Einwohner frei, bei denen wir die verschiedensten Sachen machen können.

Auch die Missionen lassen sich teils auf verschiedene Arten lösen. Mal fuchteln wir wie im Rausch mit der Waffe um uns umher, dann eliminieren wir alle Feinde leise und unauffällig. Man mag denken, dass auf diese Weise und die damit verbundene Handlungsfreiheit viele Bugs oder Glitches zum Vorschein kommen könnten. Doch dem ist gar nicht so: Lediglich mit Schiffsmasten und Segeln haben wir ein paar Problemchen, ich meine, wer fällt nicht gerne einfach mal so von einem Mast in den Tod?

Fazit

Da hat Ubisoft wahrlich etwas Grandioses erschaffen. Assassin’s Creed 3 macht nicht nur einen riesen Spaß, sondern ist unserer Meinung nach auch noch einer der besten Teile der Reihe. Die riesige Handlungsfreiheit und die packende Story überzeugen auf ganzer Linie. Zwar ist Desmonds Teil in diesem Spiel nicht ganz so perfekt wie der seines Assassinen-Kumpels im Animus, dafür aber genauso spannend. Wer auf dieses Spiele Genre abfährt, dem sei Assassin’s Creed 3 auf jeden Fall empfohlen.

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