Handlung:

Wilder Westen? Na klingelt da was? Heutige Spieler denken da direkt an Rockstars „Red Dead Redemption“. Aber hierbei handelt es sich um ein komplett anderes, viel älteres Spiel. Was aber eine gewisse Klasse mit sich bringt, wie man es kaum sonst wo gesehen hat. Der Kopfgeldjäger John Cooper soll einer Bande auf die Schliche kommen, die die Züge der Twinnings Railroad Company immer wieder überfallen. Bei einem Preisgeld von 15.000 $ sagt er nicht nein, aber vorher muss er noch seine Bande zusammentrommeln, damit er es mit dem Bandenchef aufnehmen kann. Schnell wird klar, dass hinter all dem viel mehr steckt, als vorher angenommen und so wird es zu einer sehr spannenden Reise quer durch das New Mexico des 19. Jahrhunderts.

Gameplay:

Man wird in einzelnen Tutorials ziemlich cool aufgeklärt wie man die einzelnen Charaktere zu steuern hat und wie man sie einsetzten kann. Diese sind in der Story eingebettet. Das Spiel ist im 2-D Modus gehalten, also ist es ein Spiel wie „Commandos“. Man hat selten solch schwere Strategiespiele gesehen wie dieses hier. Denn der Frustfaktor kann schon ziemlich hoch sein, da es wirklich anspruchsvoll ist. Aber da man so oft und so viel speichern kann wie man lustig ist, bleibt das Nebensache. Die Missionen sind alle sehr abwechslungsreich und es gibt immer mehrere Wege, die Mission erfolgreich zu beenden. So kann man sehr viel probieren und die Levels werden einfach nie langweilig. Auch gibt es unterschiedliche KI-Gegner, vom dummen lumpigen Wachmann, bis hin zum exzellenten Giftmesserwerfer. Die Charaktere sind alle im Spiel super vertont, das heißt erstklassige, tolle und spannende Gespräche sorgen für eine Atmosphäre, wie man sie selten in Wild West Spielen erlebt hat.

Grafik:

Die 2D-Grafik ist wirklich wunderschön! Die einzelnen Karten der Missionen sind alle aufwendig erstellt worden und sind voller kleiner Details. Es macht einen riesigen Spaß, alle diese kleinen Details zu entdecken und somit hat jede Mission ihren eigenen Charme und ist einzigartig. Da das Spiel von 2001 ist, hat es ein kleines Problem mit Win7-Rechnern. Das heißt, man muss dem Spiel 1 Kern zuweisen, statt eben 2 oder sogar mehreren. Denn es kann öfter zu einem kompletten Freeze des PCs kommen. Dieses Problem hat man mit der kleinen Umstellung im Task Manager aber nicht. Das verringert den Spielspaß auf keinen Fall.

Positives im Spiel:

  • Hoher Detailgrad der einzelnen Missionen
  • Erstklassige Soundtracks & Vertonung der Charaktere
  • Speicherfunktion (so oft man will speichern & auch Quicksafe)
  • Glaubwürdige Charaktere im Spiel
  • Spannende Story vom Anfang bis zum Ende
  • Tolle Western-Atmosphäre
  • Spielspaß wie man ihn selten in der Form erlebt
  • Verschiedene Wege um zum Erfolg zu kommen
  • Frustmomente sind nicht selten
  • Auflösung max. 1024×768 (Altes Spiel; ist aber kein Problem)

Negatives im Spiel:

  • Frustmomente sind nicht selten
  • Auflösung max. 1024×768 (Altes Spiel; ist aber kein Problem)

Fazit:

Desperados: Wanted Dead or Alive macht einfach nur riesen Spaß. Ich kann es gar nicht oft genug durchspielen. Die liebevoll gestalteten Karten, der exzellente Soundtrack, die Spielmechanik… Man kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus. Nach 25 spannenden Levels, ist es auch schon fertig mit dem Spielerlebnis. Leider gibt es nur wenige Spiele, die einen solchen Spielstil verfolgt haben. Heutzutage gibt es solch Spiele meist gar nicht mehr. Und wenn muss man schon ziemlich genau hinschauen. Ein gutes Spiel, dass Spellbound da abgeliefert hat. Einziger Kritikpunkt: das Spiel soll nicht aufhören! Aber irgendwann muss es ja auch soweit sein, denn Cowboys müssen auch irgendwann einmal in den Sonnenuntergang reiten…