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Watch Dogs im Test

27. August 2017 - Games, Spieletests

Schnelle Autos, wilde Schießereien und ein umfangreiches Hackerleben könnt ihr in Watch_Dogs erleben. Wir haben das Spiel für euch getestet und präsentieren euch hier unser Ergebnis. 

Gleich zu Beginn werden wir in eine tragische Story geschmissen, denn unser Protagonist, Aiden Pearce, hat etwas zu beklagen: Seine Nichte Lena ist tot. Nun liegt es an uns die Hintermänner zu finden und zu eliminieren.

Eine Hand wäscht die Andere

Den roten Faden der Story haben wir also gefunden? Nicht ganz. Dieser verliert sich sehr schnell wieder als wir Schlag auf Schlag für die verschiedensten Männer Aufträge erledigen müssen. Uns ist zunächst nicht klar, was all diese Leute wollen und was diese mit dem Tod unserer Nichte zu tun haben. Der rote Faden findet sich erst wieder, als sich etwa in der Mitte des Spiels die Aufträge zusammenfügen. Damien Brenks, ein alter Freund von Aiden Pearce kennt jedoch dem Anschein nach einen der Hintermänner, die etwas mit dem Tod von Lena zu tun haben. Schnell stellt sich aber heraus, das er uns nicht hilft. Aus Freunde sind in der Zwischenzeit Feinde geworden und wir müssen mit ihm kooperieren, da er uns im Laufe des Spiels erpresst. Eine Hand wäscht die Andere – auf diese Art arbeiten wir uns voran, bis zu den Informationen, die wir brauchen.

Watch Dogs erinnert sehr stark an einen Action Film, der in ein Spiel umgesetzt wurde. Jede Mission ist voll mit Schießereien, Verfolgungsjagden und Hacker Angriffen. Das klingt zwar nicht schlecht, ist auf Dauer aber etwas eintönig. Zudem baut sich kaum Spannung auf. Wir erledigen die Aufträge, aber unser Protagonist bleibt den größten Teil des Spielverlaufs echt gelassen und ruhig. Zwar bietet uns Watch Dogs ein breites Angebot an Neben-Charakteren, mit denen wir jedoch zu wenig unternehmen, als dass wir mit diesen mitfühlen können. Vielleicht sorgt sich Aiden an manchen Stellen des Spiels um seine Verwandschaft, wir aber nicht.

Der Kern des Spiels

Hier dreht sich natürlich wirklich Alles darum, was man Hacken kann. Und das ist schon Einiges. Während wir in Verfolgungsjagden Ampeln umschalten können, um damit einen Stau zu verursachen, können wir in Schießereien Dampfrohre hochgehen lassen, um einen Haufen von Gegner mit einem Schlag zu eliminieren. Viele dieser Fähigkeiten müssen jedoch im Spielverlauf über einen Skilltree freigeschaltet werden, indem wir unsere Skillpunkte verteilen. Diese bekommen wir durch erfolgreiche Missionen oder Stufen Aufstiege. Diese können wir neben verschiedenen Hack-Features auch auf unsere Schieß- oder Fahrer-Fertigkeiten verteilen.

Auch im Bereich Waffen hat Watch Dogs einiges zu bieten. Gleich zu Anfang decken wir uns mit einer M416 ein, können uns dann später wenn wir mehr Geld erspielt haben auch etwas mit mehr Bums kaufen, z.B. einem Granatenwerfer.

Gewöhnungsbedürftig aber auf jeden Fall spaßig ist die Fahrerei in diesem Spiel. Auf unserer Reise durch Chicago begegnen uns viele heiße Sportwagen, die wir uns im GTA-Style unter die Finger reißen können. Die Fahrsteuerung ist teils noch recht schwammig, bereitet aber im Grund genommen keine Probleme. Mal ganz nebenbei erwähnt: Das Spiel ist übrigens Open-World. Das sollte man natürlich nicht vergessen zu erwähnen, da es ein großer Bestandteil des Spiels ist. Ihr könnt zum Beispiel Mini Missionen starten oder euch online mit anderen Spielern messen. Wenn ihr mal in der Stadt unterwegs seid und euer Smartphone auspackt, könnt ihr interessante Gespräche und SMS Nachrichten von Passanten mit verfolgen, diese führen euch dann oft zu kleinen Missionen, bei denen Ihr euer Können unter Beweis stellen könnt.

Für Spaß ist natürlich auch gesorgt. Nachdem ihr über den Skilltree die Herstellung verschiedenster Sachen freigeschaltet habt, könnt ihr Diese herstellen und benutzen. Da wären zum Beispiel Haftbomben, Köder und andere nützliche Tools, die euch dabei helfen eure Missionen zu meistern.

Hübsch, nicht?

Der Trailer zu Watch Dogs, der auf der E3 2013 präsentiert wurde war atemberaubend. Was die Features angeht, hat Ubisoft nicht zu viel versprochen. Doch wie sieht es mit der Grafik aus? Ist sie wirklich so hochauflösend und reich an Details wie im Trailer. Leider wurde hier ein bisschen dick aufgetragen. Dem Trailer entspricht die Grafik nicht ganz, ist aber sehr nah dran. Man fühlt sich teilweise, als wäre man selbst in Chicago: Traumhafte Wasserspiegelung und im Hintergrund die Skyline von Chicago. Da gibt es echt nicht auszusetzen.

Die deutsche Übersetzung des Spiels ist einwandfrei, wir haben nur einen klitzekleinen „Fehler“ gefunden. „… wie du mir so ich dich.“ Dieses Zitat stammt direkt aus dem Spiel und ist vielleicht nicht gerade die beste Übersetzung, aber der einzige Fehler, den wir beim Spielen finden konnten.

Fazit

Die Freunde von GTA werden es lieben, die Anderen auch. Es ist schon kein schlechtes Spiel, was Ubisoft auf den Markt gebracht hat. Es macht eine Menge Spaß und Action gibt es nie zu wenig. Es ist gut zu wissen, dass Ubisoft sich treu bleibt und immer umfangreiche Spiele auf den Markt bringt. Watch Dogs und auch die Assassins‘ Creed Reihe sind eben keine Spiele, für die man einen Haufen Kohle hinlegt und dafür nur ein paar Stunden Spielzeit geschenkt bekommt. Bei Watch Dogs bekommt man immer etwas geboten und man kann es auch mit dieser herrlichen Grafik genießen.

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